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Fahrzeug: Große Reparaturen vermeiden und Geld sparen

Schäden frühzeitig erkennen und beheben

Solange das Fahrzeug läuft, ist alles in Ordnung. Doch eine Wartung oder unvorhergesehene Reparaturen können schnell ins Geld gehen. Wie Sie Schäden frühzeitig erkennen und sie kostengünstig beheben lassen können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Der erste Schritt ist die richtige Entscheidung

Und zwar die richtige Entscheidung für die “richtige” Therapie! Irgendwann hat jedes Fahrzeug ein Problem, welches auch mal ein richtiges “Autsch” sein kann. Das muss nicht immer ein Unfall sein; auch gängige Defekte gehen, wenn man diese nicht zügig reparieren lässt, richtig ins Geld. Darum ist die “Anamnese” durch einen professionellen Fachmann sehr entscheidend und wichtig für eine gelungenen Reparatur. Dieser Fachmann kann nicht nur feststellen, was das Fahrzeug hat, sondern er empfiehlt im besten Falle auch jemanden, der den Schaden wieder reparieren kann.

Die Vertragswerkstatt der eigenen Automarke ist dazu nicht immer die erste Wahl, aber hin und wieder kommt man daran einfach nicht vorbei. Das betrifft vor allem die Wartungsarbeiten in der Garantiezeit des Fahrzeuges und Reparaturen für die exklusives “Herrschaftswissen” nötig ist. Das sind in den meisten Fällen vom Hersteller geschützte Daten oder Ersatzteile. In der Regel ist diese Variante die teuerste.

Wichtig: Keiner muss das, was Ihm angeboten wird, akzeptieren. Denn es gibt immer Alternativen, wie zum Beispiel die “Smart-Repairer” für kleine optische Schäden, oder auf den eigenen Autotyp spezialisierte, freie Werkstätten. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, selbst zum Werkzeug zu greifen und sein Auto zu richten. Mit etwas Zeit für Internet-Recherchen und ein wenig handwerklichem Können ist erstaunlich viel selbst zu reparieren.

Goldene Regeln für erfolgreiche PKW-Reparaturen

 

  • Bei aufwändigeren Reparaturen immer ein zweites, ggf. auch drittes Angebot einholen
  • Grundsätzlich vor einem Auftrag immer eine belastbare Diagnose einholen (ggf. auch eine Zweitmeinung)
  • Nie Pauschalaufträge (z.B. “TÜV-fertig machen”) erteilen
  • Nach einer Reparaturalternative fragen
  • Nach “zeitwertgerechter” Reparatur fragen
  • Jeder Auftrag muss eine Auftragssumme enthalten, die nicht wesentlich überschritten werden darf
  • Bei Auftragserteilung den Auftragsumfang (detailliert!) schriftlich festhalten
  • Falls es doch einmal Ärger gibt: Die Schlichtungsstellen der Kfz-Innungen vermitteln gerne

Ein Fahrzeug ist auch wie ein Mensch…

… und hat darum im Alter das eine oder andere Problem, welches seinen Gebrauchswert fast oder gar nicht beeinflusst. Man spricht dabei von sogenannten Schönheitsfehlern, die bei einem 8 Monate alten Leihwagen sofort repariert werden würden, bei einem 10  Jahre alten Gebrauchtwagen aber keine Rolle spielen. Man sollte dennoch zwischen solchen “Kleinigkeiten” und sicherheitsrelevanten Schäden unterscheiden: Erstere kosten in der Werkstatt genauso viel Geld bei einer Reparatur wie letztere, bringen aber kaum einen Nutzen. Das Entscheidende ist die Unterscheidung dieser beiden Kategorien, bei der Ihnen in jedem Fall eine gute Werkstatt behilflich sein kann.

Sollten Sie sich unsicher sein, ob die Werkstatt gut berät, können beispielsweise DEKRA, KÜS und TÜV einen Defekt auf neutrale Weise diagnostizieren, ohne dabei den Umsatzvorgaben einer Werkstatt(kette) genügen zu müssen. Mit einem solchen Gutachten lässt sich es mit der reparierenden Werkstatt besser verhandeln und die Spreu trennt sich vom Weizen.